Beca Konder-Stiftung – Zusammenfassung

Beca Konder-Stiftung – Zusammenfassung (01.05.2017)

Motivation des Stifters für die Gründung

1985 wurde Armero / Kolumbien durch eine Naturkatastrophe vollständig zerstört. Für die Überlebenden von Armero wurden in dem Nachbarort Lérida umgesiedelt. Der Deutsch-Kolumbianische Freundeskreis e.V. (DKF) hat auf Anregung einiger Vorstandsmitglieder von DKF u. a. Prof. Dr. Peter Paul Konder eine große Hilfsaktion eingeleitet und mit den Spendengeldern eine Schule für ca. 700 Kindern erstellt.

Ins Leben gerufen wurde die Beca Konder-Stiftung bereits 1999, anlässlich der 10. Jahresfeier der genannten Schule. Nachdem bei dieser Jubiläumsfeier sehr gut qualifizierte Schulabgänger aus besonders armen Familien vorgestellt wurden, hatte Prof. Dr. Peter Paul Konder die Idee diesen Absolventen ein Hochschulstudium durch Zahlung eines Stipendiums zu ermöglichen.

Durch weitere Spenden Gleichgesinnter, konnte das realisiert werden. Nach seinem Tod 2006 überließ Prof. Dr. Peter Paul Konder sein gesamtes Privatvermögen seiner noch zu Lebzeiten gegründeten Stiftung.

Innovationspotenzial

Die Förderung berufsorientierter Gymnasien die zu ihrer gymnasialen Ausbildung auch eine technische Schulausbildung (Duale Hochschule) anbieten und somit den zukünftigen Arbeitnehmern das Spektrum ihrer Berufschancen dadurch erweitern können. Auch die Ressourcen der begabten Jugendlichen aus armen Verhältnissen zu finden.

Wodurch hebt sich die Stiftung von anderen Stiftungen mit ähnlichem Stiftungszweck ab?

Durch die Förderung von begabten Kindern, deren Eltern sonst kaum ein Hochschulstudium oder Berufsschulstudium verwirklichen können.

Um die Landflucht aus ländlichen Regionen wie um Lérida / Tolima zu vermeiden, werden besonders die Jugendlichen gefördert, welche in ihrer Region studieren wollen oder eine weiterführende Berufsschule besuchen möchten. Insbesondere ist an eine fundierte handwerkliche Weiterbildung gedacht.

Die drei wichtigsten Ziele der Stiftung für die nächsten 5 Jahre

  1. Obwohl auch im vergangenen Jahr die Zins- und Dividenden – Eingänge, immer noch zu wünschen lassen, hoffen wir auch in Zukunft jährlich ca. 100 Stipendien vergeben zu können.
  2. Abwanderung in die Großstädte vermeiden durch gezielte Förderung der ländlichen Regionen.
  3. Es sollte das soziale Engagement der von uns geförderten Studenten wecken, in ihrem späteren Berufsleben. Dies soll u. a. auch die Nachhaltigkeit dieser Stiftung zum Ausdruck bringen.

Jährliche Ausgaben für den Stiftungszweck 

1. Hochschulstipendien + Berufsschulstipendien                            ca. € 25.000,–

2. Schülerförderprogramm Barranquilla – Barrio La Paz                ca. €   7.000,–

Beca Konder-Stiftung

Bei der Vergabe von Stipendien werden insbesondere Schulabgänger der vom Deutsch-Kolumbianischen Freundeskreises e.V. (DKF) mitgegründeten Schule „Instituto Técnico Colombo Alemán“ Lérida /Kolumbien sowie Schüler aus dem Programm „Lidias Kinder“  von La Paz – Barranquilla gefördert

 Die Beca Konder-Stiftung wurde mit Stiftungsgeschäft und Satzung vom 29.01.2004 von Mathematik Professor Dr. rer. nat. Peter Paul Konder als selbstständige und rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts errichtet. Mit Schreiben des Regierungspräsidiums Stuttgart vom 01. März 2004 wurde die Stiftung genehmigt.

Die Bezeichnung Beca stammt aus dem Spanischen und bedeutet Stipendium. Inoffiziell bestand die Stiftung schon seit 1999 und war angesiedelt beim DKF (Deutsch-Kolumbianischer Freundeskreis e.V.) bis Ende 2003.

Prof. Konder verstarb am 23. Februar 2006. Mit seinen 77 Jahren war Prof. Dr. Peter Paul Konder viel zu jung, um zu sterben. In einem Alter, in dem die Mehrheit sich dem Schließen von Kapiteln und dem Aufräumen ihres Lebensweges widmet, eröffnete er neue Pfade und trotzte dem Schicksal mit einer unerschöpflichen Lebensfreude und grenzenloser Energie.

Prof. Dr. Peter Paul Konder war zweifellos einer der Deutschen, der sich der kolumbianischen Sache am selbstlosesten verschrieben hat und der Kolumbien durch seine Arbeit, sein Wissen und mit seinem Herzen besonders stark verbunden war.

 WIE KAM ES ZUR STIFTUNG

Ins Leben gerufen wurde die Stiftung bei der 10-Jahresfeier der vom Deutsch-Kolumbianischen Freundeskreis e.V. (DKF) mitgegründeten Schule „Instituto Técnico Colombo Alemán“  in der kolumbianischen Stadt Lérida.  Diese Schule wurde erbaut, um den Jugendlichen der bei einem Vulkanausbruch zerstörten Nachbarstadt Armero eine angemessene  Ausbildung zu ermöglichen. Nach Vorstellung von sehr gut qualifizierten Schulabgängern aus sehr armen Familien bei dieser Jubiläumsfeier 1999 wurde von Professor Dr. Peter Paul Konder  und den damalige Präsident Guillermo Rubio Vollert von CIRCA ( „Círculo de Amistad Colombo Alemán“, die Schwesterorganisation des DKF in Kolumbien) vorgeschlagen. Diesen Absolventen ein Hochschulstudium durch Zahlung eines Stipendiums (Beca) zu ermöglichen. Der Gedanke war geboren, doch alleine durch sporadische Spenden war eine kontinuierliche Hilfe durch Stipendien für diese Schulabgänger nicht möglich.

Die anfänglich inoffizielle Hilfe durch Prof. Dr. Konder an einzelne Studierende wurde dann Dank eines von ihm zunächst zur Verfügung gestellten Anfangskapitals von € 50.000,– in eine unabhängige und gemeinnützige Stiftung mit eigener Satzung und Vorstand überführt. Gleichzeitig munterte Prof. Konder weitere Kolumbien-Freunde zum Spenden in die Beca Konder-Stiftung auf. Nach seinem Tod 2006 überließ Prof. Dr. Peter Paul Konder sein gesamtes Privatvermögen seiner Stiftung.

INTEGRATION DES PROJEKTES „LIDIAS KINDER“ BARRANQUILLA

Prof. Dr. Peter Paul Konder hat noch im Februar 2006 den Wunsch geäußert, das Projekt „Lidias Kinder“ in die Beca Konder-Stiftung einzugliedern, zumal alle Voraussetzungen dazu gegeben waren und eine Erweiterung der Förderung der Schulabgänger des Projektes Schulpatenschaften „Lidias Kinder“ von Barranquilla über die Stiftung zu ermöglichen. Schulpatenschaften „Lidias Kinder“ im Internet: http://www.beca-konder-stiftung.de/forderung/lidias-kinder/  

UMSTELLUNG VON SCHÜLERPATENSCHAFTEN AUF SCHÜLERFÖRDERPROGRAMM

Das Schulsystem von Kolumbien hat sich seit 2001 sehr geändert. In dem Jahr, als Prof. Konder die San Camilos in Barranquilla besuchte, war er sehr bewegt als er gesehen hat, wie 100 Kinder, die vorher keine Schule besucht hatten, in einem großen Raum von einer Lehrerin unterrichtet wurden. Später hat Lidia De Paz ihr freiwilliges Jahr, mit der Unterstützung von Prof. Konder, dort absolviert. So entstand das Projekt Schülerpatenschaften „Lidias Kinder“.

Anschließend wurden die Kinder in drei verschiedene nahe liegende Schulen untergebracht, sodass es kein Problem war, von den Schulen Informationen, und Zeugnisse, etc. zu bekommen.

Heute befinden sich die ca. 80 Kinder aus dem San Camilo Projekt in 22 verschiedenen Schulen, in 12 Bezirken, verteilt. Das heißt, wir würden in Zukunft keine Berichte mehr pro Kind bekommen, sondern eine Sammelabrechnung erhalten mit dem Hinweis, welchen Schülern geholfen werden konnte.

So benötigen die Kinder ihre Schuluniform und Schuhe, Sportkleidung und Turnschuhe.

Schulmaterial: Hefte, Blocks, Bleistifte, Kugelschreiber, Textmarker etc.

Eine warme Mahlzeit (Mittagessen)

All dies wird in Zukunft durch unser Schülerförderungsprogramm unterstützt.

INTEGRATION DES INSOR FÖRDERVEREIN e.V.

Mit der Integration des INSOR Förderverein e. V. wurden 2013 auch deren Aufgaben übernommen. Die Beca Konder-Stiftung fördert nunmehr auch gehörlose sowie blinde Kinder in Kolumbien, um diesen eine soziale Eingliederung durch Erlernen der Gebärdensprache bzw. der Blindenschrift zu ermöglichen.